Objekte und Installation

Foto: Markus Beyeler
Astral, 2026
drei Metallrondellen mit Blattvergoldung und Tusche
Ø 80 cm, Ø 45, cm, Ø 45, cm
Mit Astral, 2026 führe ich meine langjährige Arbeit an Goldscheiben weiter. Das Werk greift astrale Zeichen und frühe Bild- und Geschichtsvorstellungen auf, ohne sie zu illustrieren. Dennoch ist das mesopotamische Dreigestirn von Sonne, Mond (liegende Mondsichel) und Venusstern mit mythologischen Fragen, Bedeutungen und Themen von Ursprung, Überleben, Poesie, Liebe, Krieg, Macht und damit verbundenen unzähligen Geschichten aufgeladen. Die Symbolik ist rund um die Erde verständlich und bis heute präsent. Die vergoldeten Rondelle reflektieren Licht und Raum und verbinden reduzierte, allgegenwärtige Formen.
Was glaubst du denn, 2026, versammelt zwölf Taschentücher, mit rotem Poliment auf Grundierung bemalt. Auf jedem Tuch erscheint die Silhouette eines göttlichen Wesens, von der ca. 28’000 Jahre alten Venus aus Savignano sul Panaro bis zur Maria von Guadalupe, quer durch Kulturen und Jahrtausende. Auch ein Symbol der modernen Quantenphysik ist darunter. Das Werk handelt nicht von Religion, sondern von Trost und vom menschlichen Bedürfnis nach Halt. Rotes Poliment diente historisch als Grundierung für Vergoldungen an Ikonen und Altären, hier trägt es die Umrisse eines Glaubens, der teils gelebt und teils längst über Traditionen hinausgewachsen ist.
Silbermond ist ein Objekt aus Blattgold auf Metall, 80 cm Durchmesser, entstanden aus meiner Faszination für Himmelserscheinungen. Der Mond fasziniert die Menschheit seit jeher, hier zeigt sich das im Spiel von Licht und Reflexion, das sich mit der Bewegung der Betrachtenden verändert.
Die Goldscheibe ist der Ausgangspunkt meiner Arbeit mit Blattgold. Die Sonnenscheibe ist ein Symbol, das in jeder Kultur Bedeutung trägt, als Gottheit, als lebensspendende Kraft, als Zeichen von Stärke und Selbstermächtigung. Entstanden ist sie 2016, bei der Suche nach einem eigenen Atelier.




