Goldene Sonnenscheibe - die Kraft der Sonne im Aussen und Innen

Die goldene Sonnenscheibe symbolisiert die Sonne. Die Sonne als Lebensspenderin und Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Ohne sie wäre kein Leben auf der Erde möglich. Mit einem Blick voraus auf die Sonne in der aktuellen Astrophysik und Weltraumforschung und einem Blick zurück zu den Ursprüngen in Astronomie und Astrologie nehmen wir einen weiteren Schritt und erkennen unser inneres Licht! 

Dies ist einer von vier Blogbeiträgen rund um die Sonne, ihre kultische Verehrung, die Sonnensymbolik und die Sonne in Mythologie und Glaubenslehren. 

Die goldene Sonne - ein universelles Ereignis.

Thema: Unsere Sonne in Astrophysik, Astronomie und Astrologie.


Unsere Sonne - pure Lebenskraft

Die Faszination für die Sonne und unsere Beziehung zu ihr beschäftigt uns Menschen seit Urzeiten. Sonnengottheiten, Sonnenverehrung und Sonnenkult gibt es in den verschiedensten Kulturkreisen seit Jahrtausenden rund um den Erdball. Bis heute spiegelt sich ihre Symbolik in Weltanschauungen, Glaubensrichtungen und Religionen wider. Überall repräsentiert die Sonne das Lichtvolle, das Göttliche. 

Astronomisch betrachtet ist die Sonne das zentrale Gestirn unseres Sonnensystems, unser galaktisches Zentrum, um das die Planeten kreisen. Sie ist die Licht- und Energiequelle für alles Leben auf Erden und damit unsere Lebensgrundlage. 

Als strahlende Begleiterin erfreut uns die Sonne zu jeder Jahreszeit und nicht zuletzt in vielen Kinderzeichnungen.

 

Mein Interesse für die Sonne und ihre Symbolik begann, nachdem ich die Goldscheibe kreiert hatte (von der Idee eine Scheibe zu vergolden, von meiner Suche nach einem Atelier, der FengShui-Beratung habe ich im Blog Die Idee hinter der vergoldeten Sonnenscheibe erzählt). Seither wächst meine Begeisterung für unseren strahlenden Himmelsstern und für die goldene Sonnenscheibe und ich greife hier und in den folgenden Blogbeiträgen ein paar schöne Aspekte rund um die Sonne auf, die mich besonders ansprechen.

Die Sonne ist Symbol der Lebenskraft - strahlend, leuchtend, kraftvoll, unergründlich & magisch


Die Sonne in der aktuellen Weltraumforschung

Mit ihrem Licht und der Wärme sorgt die Sonne nicht nur für Leben auf unserem Planeten, sondern bestimmt auch Winde, Wetter und unser Klima. So steht sie heute brandaktuell im Fokus der Weltraumforschung. Insbesondere die zyklisch auftretenden Sonneneruptionen sollen erkundet werden, um den Einfluss dieser elektromagnetischen Strahlung sowie mögliche Auswirkungen für die Erde einschätzen und grösseren Schaden rechtzeitig abwenden zu können.

Ein Blick auf die Sonne

 

Die Sonne ist etwa 4.7 Milliarden Jahre alt.

Der Durchmesser dieser gigantischen Gas-Feuerkugel beträgt ca. 1,4 Millionen Kilometer! Zum Vergleich dazu hat die Erde einen Durchmesser von 12'742 Kilometern. Das entspricht einem Verhältnis von 1.4 m (Sonne) zu 12.7 mm (Erde) - gewaltig. Ihr Abstand zur Erde beträgt etwa 150 Millionen Kilometer.

 

Nach bisheriger Forschung besteht die Sonne zu 99% aus nur zwei Elementen: 73% Wasserstoff und 26% Helium. Der Rest von einem Prozent setzt sich aus schwereren Elementen wie Stickstoff, Kohlenstoff, Sauerstoff und Eisen zusammen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Temperaturen im Innern der Sonne etwa 15 Mio°C betragen, auf ihrer Oberfläche dagegen nur ca. 6.000°C und in der Korona, dem leuchtenden Sonnenkranz wiederum beispiellose 1 Millionen °C !

Warum die Sonne in ihrer Korona diese unfassbare Temperatur aufweist erklärt die Astrophysik mit dem hohen Druck der entsteht, wenn die Gasatome von                                                                                                                     Wasserstoff und Helium durch Kernfusion miteinander verschmelzen. Dabei entsteht nicht nur unser Licht, sondern enorme Hitze und elektromagnetische Strahlung. Die Vorgänge sind gigantisch mächtig und zeigen sich als Sonneneruptionen auf der Oberfläche, in der Korona.

 

Wie einflussreich die elektromagnetischen Strahlungen dieser Sonnenstürme für die Erde sind, kann bisher nur vermutet werden. Dass Sonneneruptionen und Sonnenwinde einen Einfluss auf die Erde haben, steht ausser Frage und wird jetzt weiter erforscht.


Untersuchung der Sonnenstürme mit dem Solar Orbiter

Die physikalischen Mechanismen für die aufgeheizte Korona sind bisher ungeklärt. Doch die Sonnenphysik setzt alles daran, diesem Phänomen auf die Spur zu kommen. Das wissenschaftliche Interesse an der Sonne ist gross. Denn mit der heissen Korona stehen auch die Sonnenstürme und Sonneneruptionen in Verbindung.

 

Diese wiederum werden aktuell in einer internationalen Weltraummission der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der amerikanische NASA (National Aeronautics and Space Administration) untersucht. Anfang Februar 2020 wurde im Rahmen der Lagrange Mission das Solarteleskop Solar Orbiter in Richtung Sonne geschickt. Er soll die bisher unbekannten Sonnen-Phänomene beobachten und Daten, Messungen und Fotos generieren. Das Projekt dient der Beobachtung und Erforschung der Sonne und bisher ungeklärter Sonnenphänomene und Sonnenaktivitäten.

 

Neuste Erkenntnisse und Bilder sind brandaktuell am 17. Juli 2020 veröffentlicht worden.

Die Sonne - eine Bedrohung für unser Technologiezeitalter oder unerschöpfliche Energiequelle?

Der bisherige Abstand des Solar Orbiter zur Erde beträgt ca. 70 Millionen Kilometer. Das entspricht der Hälfte des Weges zwischen Sonne und Erde. In spätestens zwei Jahren wollen die Forscher mit dem Solar Orbiter der Sonne nochmals auf fast die Hälfe näher kommen, auf 42 Millionen Kilometer Abstand zur Sonne.

 

Es geht in dieser Mission um die Erforschung des Erdmagnetfeldes und seiner Wechselwirkungen mit den elektromagnetischen solaren Strahlen, mit dem Ziel, das Weltraumwetter besser zu kennen und Frühwarnsysteme zu entwickeln. Sonnenwinde und Sonneneruptionen sollen erkannt werden, denn sie könnten Magnetstürme verursachen, die mögliche Auswirkungen auf der Erde haben - Störung der Elektrizität, der Strom- und Telekommunikation, der Satelliten.

 

Die intensive Beschäftigung der Astronomen mit der Sonne soll ausserdem dazu dienen, in Zukunft mögliche Kollisionen mit Asteroiden vorhersagen und abwenden zu können.

 

Wir wissen ganz offensichtlich noch lange nicht alles über diese energiereiche Licht-und Feuerkugel. 

 


Foto: ©Solar Orbiter/EUI Team/ESA & NASA; CSL, IAS, MPS, PMOD/WRC, ROB, UCL/MSSL

Ein hochauflösendes Bild vom „Extreme Ultraviolet Imager“ (EUI) auf dem Solar Orbiter-Raumschiff der ESA, aufgenommen mit dem HRIEUV-Teleskop am 30. Mai 2020. Bilder bei dieser Wellenlänge von 17 Nanometern, zeigen die obere Atmosphäre der Sonne, die Korona, mit einer Temperatur von 1 Million Grad. Die hellen Flecken in den Detailaufnahmen sind sogenannte Campfires innerhalb der Flares.

Astronomie und Astrologie - Wegbereiter der modernen Raumfahrt

Die Beobachtung der Himmelskörper ist natürlich ewig alt und die menschliche Begeisterung für den Himmel mit der Sonne als Zentralgestirn, dem Mond und den Planeten erstreckt sich durch unsere gesamte Kulturgeschichte.

Aus diesem menschlichen Interesse an der Sternenbeobachtung, dem Wunsch nach Verständnis der Naturgewalten und der Suche nach Zusammenhängen des Lebens sind ursprünglich die Astronomie und die Astrologie hervorgegangen, als Wegbereiter der modernen Raumfahrt sozusagen.

Astronomische Beobachtungen und planetarische Studien sind bereits aus frühen Hochkulturen seit den Sumerern und Babyloniern 3000 v. Chr. überliefert.

 

Ausgehend von einem geozentrischen Weltbild, in dem die Erde das Zentrum ist, um das sich Sonne und Planeten bewegen, beobachteten die frühen Astronomen sich wiederholende zyklische Himmelsbewegungen, aus denen unser heute noch gültiger Kalender entstanden ist. Seit ca. 900 v. Chr. beschrieben sie sogar auf Tontafeln systematisch die Sonnenaktivitäten und Sonnenflecken, die auch heute Schwerpunkt der Sonnenforschung sind.


 

Unsere technologischen Fähigkeiten zur Erforschung der Sonne bis hin zur Konstruktion und den Bau eines Solar Orbiter, beruhen bekanntlich auf der Erfindung des Teleskops im 16. Jahrhundert. Mit dieser Erfindung und einer raschen technischen Entwicklung begann ein neues Zeitalter der Sternenkunde, vorangetrieben durch die Berechnungen und Beobachtungen von Nikolaus Kopernikus, Tycho Brahe, Johannes Kepler und Galileo Galilei. Sie revolutionierten das bis dahin vorherrschende geozentrische Weltbild und bewiesen das heliozentrische Weltbild: Die Sonne ist das Zentrum, um die sich die Erde und alle anderen Planeten bewegen.

Astrologie

Mit der Astronomie eng verknüpft war bis ins 16. Jahrhundert auch die Astrologie. Die Astrologie bezeichnet die Lehre der Sterne und deutet die Zusammenhänge zwischen astronomischen Sternenkonstellationen und den Vorgängen auf der Erde. Ihr Ursprung geht auf das zweite Jahrtausend vor Christus zurück und ist ebenfalls aus dem alten Ägypten und Mesopotamien überliefert.

Analog zur Sonne, als galaktischem Zentrum, um das die Planeten kreisen, verkörpert die Sonne in der Astrologie den Wesenskern des Menschen, seine zentrale Persönlichkeit, sein Prinzip der Selbstverwirklichung, was er will und welche Haltung er im Leben hat. Jedes astrologische Sternzeichen im Tierkreis, dem Zodiak, wird durch den Stand der Sonne zur Geburtszeit bestimmt - Steinbock, Widder, Waage etc. 

Die Sonne symbolisiert in der Astrologie das Denken und den Geist, Identität und Selbstwert, den Wesenskern und das Zentrum, das Handeln und die Willenskraft, Selbstbewusstsein, Vitalität und Lebensenergie.

Die Astronomische Turmuhr im Zytglogge Turm in der Berner Altstadt stammt in ihren Grundzügen aus den Jahren 1405/1406 und ist eine der ältesten Schweizer Turmuhren. Sie veranschaulicht noch das geozentrische Weltbild, nach dem die Planeten und die Sonne um die Erde kreisen. Sie gibt Zeugnis über eine Zeit, als die Astronomie und Astrologie noch aufeinander Bezug nahmen. 

In unserem technologischen Zeitalter sind diese astrologischen Kenntnisse bei vielen Menschen in den Hintergrund geraten.



Innere Sonne - göttlicher Funke

Vom fernen Universum über die Astrologie zurück zu unserer inneren Sonne.

 

Die Vorstellung von unserem inneren göttlichen Licht oder Funken ist uns aus Religionen und Glaubensvorstellung vertraut. Im spirituellem Verständnis und in der Antroposophie wird auch vom goldenen Licht, als Licht der Gnade und der Heilung gesprochen. Als Licht, das von Gott direkt zum Menschen fliesst, von der göttlichen Sonne zu uns.

Auch die menschliche Aura wird als leuchtend goldene Hülle beschrieben. In der christlichen Ikonografie ist sie als Aureole, als Lichtkreis oder als goldener Heiligenschein bekannt.

In einigen Einweihungslehren kannte man das Sonnengeheimnis der dreifachen Sonne. Demnach wirkt hinter der äusseren Sonne noch eine seelische und eine geistige Sonne:

 

Die dreifache Sonne: Lichtquelle, Lebensquelle, Liebesquelle

Rudolf Steiner spricht in seinen Werken zur Antroposophie von der Sonne, als der Sonne des Bewusstseins. Steiners Vorstellung nach befindet sich im spirituellen Herzen eine mit wachsendem Bewusstsein immer grösser werdende Sonne aus weissem und goldenem Licht. In ihrem Innern ist der heilige Raum des menschlichen Körpers.

Die gesamte Anschauung Steiners zur Sonne ist interessant und ein eigener Kosmos. 

 

Diese zwei Zitate von Rudolf Steiner zur Bedeutung der Sonne haben mir besonders gefallen:

 


 

«Die Toten leben im Sonnenlicht und gestalten die Erde um.“ und « … Die Liebe ist für die Welt dasjenige, was die Sonne für das äußere Leben ist…» (Quelle: AnthroWiki, Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz).

 

Eckhard Tolle sagt, es gibt zwei unendliche Energiequellen: die Sonne im Aussen und die universelle, göttliche Energie in uns.

 

Was du in der Sonnenscheibe siehst, was sie für dich symbolisiert und welche Bedeutung und Geschichten du mit der Sonne und der Sonnenscheibe assoziierst, bleibt natürlich dir überlassen. Vielleicht verbindest du mythologische Geschichten und Gottheiten mit ihr oder die goldene Sonne hat eine spirituelle Bedeutung für dich und du erinnerst dich durch die vergoldeten Scheibe an die solare Heilkraft. Oder du erkennst in diesem Symbol schlicht unseren Zentralstern als gigantischen Himmelskörper.

Wenn wir uns mit der Sonne beschäftigen, tauchen wir unweigerlich ein, in eine Vorstellungswelt die das gesamte Universum umfasst, bis hin zum göttlichen Funken in uns. Das klingt grossartig und das ist es auch. Die Sonne ist etwas ganz Grosses.

Hier findest du mehr Buntes zur Sonnensymbolik, ¨zu mythologischen Sonnengottheiten oder zur spirituellen Sonne.

 

Mit lieben Grüssen, Julia Bigler

Die goldene Scheibe ist die Sonne des Innen und Aussen - Symbol für dein inneres Gold - für deine Kraft, Kreativität, Stärke & Fülle - für das Göttliche und für die Einheit.

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